Das Logo des Sickingen-Gymnasiums. Dunkelblaues Quadrat mit weißem Schriftzug des Schulnamens in der linken oberen Ecke. Silhouette der Burg Nanstein im Anschnitt unten rechts.

Spendenlauf für die Ukraine-Hilfe nach Kiew und zurück und noch weiter

Schülerinnen und Schüler des SGL laufen bei Benefizveranstaltung rund 4000 km — 31.03.2022

von Achim Jung
Der Krieg in der Ukraine war das Thema eines Aktionstages am Sickingen-Gymnasium Landstuhl, in dessen Mittelpunkt ein Spendenlauf zu Gunsten der Ukraine-Hilfe stand. Die Schulgemeinschaft nahm sich einen Tag Zeit, um sich mit dem Unvorstellbaren zu beschäftigen, das seit Wochen in allen Nachrichten und auch in allen Köpfen ständig präsent ist. Die Schulleiterin Andrea Meiswinkel erinnerte sich in einer kurzen Ansprache zum Beginn des Aktionstags an Erzählungen ihrer Mutter über Bombennächte im Zweiten Weltkrieg. Niemand könne sich heute bei uns vorstellen, wie es sei, wenn die Familie durch einen Bombenangriff das Zuhause und einfach alles verliert. Das sei vielen Familien in Deutschland im letzten Krieg geschehen und passiere heute in Europa vielen ukrainischen Familien wieder.
Der Aktionstag fand parallel an den beiden Schulstandorten des Gymnasiums in Landstuhl und Wallhalben statt, wo die 10. bis 13. Klassen wegen einer Generalsanierung der Schule untergebracht sind. An beiden Orten bekamen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich mit einem Spendenlauf für die Menschen in der Ukraine zu engagieren. Für jeden gelaufenen Kilometer bezahlten Sponsoren einen vorher vereinbarten, teilweise sehr großzügigen Geldbetrag. Dieses Geld wurde bei äußerst ungünstiger Witterung auch hart verdient, denn beim Laufen mussten die Läuferinnen und Läufer tapfer Kälte, Regen und Wind trotzen. Insgesamt wurden auf diese Weise schließlich insgesamt rund 4000 km zurückgelegt, was die als Zielmarke angestrebten Wegstrecken von Landstuhl nach Kiew und von Landstuhl nach Lwiw zusammen deutlich übertroffen hat.
Während des Aktionstages gab es für die Schülerinnen und Schüler in Räumen, die von den Klassen und Kurse der Gemeinschaftskunde, gestaltet worden waren, vielfältige Gelegenheiten, sich mit dem Krieg in der Ukraine und seinen Ursachen zu beschäftigen. Verschiedene mediale Zugänge bildeten einen Parcours, auf dem sich die Lerngruppen mit den verschiedenen Aspekten des Krieges befassen konnten. Bemerkenswert waren die von einem Erdkundekurs erstellten interaktiven „Padlets“, in diesem Fall interaktiven digitalen Karten. Geöffnet werden konnten diese auf iPads, von denen in der Schule inzwischen vier Klassensätze zur Verfügung stehen. Mit jedem Klick auf Orte in der Ukraine öffneten sich Fenster zu digitalen Medien, die von den Schülerinnen und Schülern im Erdkundekurs von Achim Wätzold erstellt oder verlinkt worden sind.
Der Tag endete mit einem „Flashmob“, mit dem die Schülerinnen und Schüler ihren Wunsch nach Frieden eindringlich zum Ausdruck brachten. Die von den Sportlehrkräfte Claudia Kirch und Achim Wätzold eingeübte Tanz-Performance zu den Klängen von John Lennons „Give peace a chance“ war eine eindringliche Demonstration für den Frieden. Dazu schwenkten alle gemeinsam Plakate mit den Nationalfarben der Ukraine.